13-1 | CCBot/2.0 (http://commoncrawl.org/faq/)

WITOLD GOMBROWICZ

YVONNE, PRINZESSIN VON BURGUND


Yvonne ist hässlich, abstoßend, unmöglich. In einer Kurzschlusshandlung aufblitzender Rebellion beschließt Prinz Philipp sie zu heiraten. Von der absurden Faszination ihrer blutleeren Blässe berauscht, erliegt er dem Sog dieser wie krankhaft schweigenden Unperson, will den Krieg eröffnen gegen die Etikette des Hofs und die Gesetze der Natur.

Das Königspaar ist entsetzt, der Hofstaat schockiert- man zweifelt am Verstand des Thronfolgers, man hofft auf jugendliche Launen.

Yvonne wird auf dem glänzenden Parkett der hohen Herrschaften eingeführt und zerrt das Königshaus in einen Strudel aus Wildheit, Wahn und Selbsterkenntnis: Im Angesicht Yvonnes fallen und zerfallen Masken, bricht der Putz von der Fassade des herrschaftlichen Sitzes. Seit Jahren verdrängte Erinnerungen und zeitlebens verborgene Sehnsüchte drängen an die Oberfläche und dürsten nach Bewältigung. Es droht der Königshof in die Abgründe der eigenen Seele zu stürzen.


Regie Sybille Fabian
Bühne Herbert Neubecker
Kostüme Michael Sieberock-Serafimowitsch
Dramaturgie Stafan Schröder

Königin Sylvia Fink
König Bernhard Bauer
Prinz Philip Jakob Schneider
Yvonne Monika Bujinski
Kammerherr Matthias Heße
Cyryll Günther K.Hader
Zyprian Dominiq Freiberger
Isa Patrick Jurowski


Fotos Thomas Jauk und Anke Sundermeier
Agentur Stage Picture