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SAMUEL BECKETT

ENDSPIEL


In einem leeren Raum leben vier verkrüppelte Personen: Hamm, der blind ist und nicht stehen kann; sein Sohn Clov, der nicht sitzen kann; Nagg und Nell, Hamms Eltern, die keine Beine haben und in Mülleimern vegetieren. Hamm ist eindeutig der Stärkste in dieser verkrüppelten Umgebung, er tyrannisiert sowohl Clov als auch seine Eltern. Wenn Hamm für seine Nörgelein und Wehklagen Zuhörer braucht, läßt er brutal die Deckel wieder zuschnappen. Hamm verwünscht die Stunde seiner Geburt, er bittet seinen Sohn, ihn endlich umzubringen, aber Clov bleibt völlig passiv. Wenig später stirbt Hamms Mutter Nell in ihrer Mülltonne. Nagg weint, tröstet sich aber dann mit einem Zwieback. Nach dem Tod der Großmutter erwacht Clov aus seiner Passivität und brüllt seinen Vater an, daß er es satt habe, den Krankenpfleger zu spielen. Hamm atmet erleichtert auf, er hofft, endlich umgebracht zu werden. Aber Clov sieht für sich eine andere Rettung als Mord - er wird dieses Zimmer verlassen, für immer.


Regie Sybille Fabian
Bühne Herbert Neubecker
Kostüme Michael Sieberock-Serafimowitsch

Hamm Michael Kamp
Clov Harald Schwaiger


Fotos Anke Sundermeier