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WILLIAM SHAKESPEARE

VENUS UND ADONIS


Venus hat sich in den schönen Adonis verliebt. Sie ist krank vor Liebe, hebt ihren Geliebten aus dem Sattel seines Pferdes, überhäuft ihn mit Küssen und schönen Worten. Doch nichts, was sie tut oder sagt, kann sein sexuelles Verlangen wecken - was er jedoch leugnet. Adonis kündigt an, dass er am nächsten Morgen auf die Jagd nach einem Eber gehen werde. Venus versucht, ihn davon abzubringen und stattdessen zahmere Tiere zu jagen. Doch er ignoriert ihr Bitten und stürzt davon. Sie verbringt den Rest der Nacht mit Wehklagen, und in der Morgendämmerung hört sie das Aufbrechen zur Jagd und die bellenden Hunde. Voller Sorge eilt sie herbei, in dem Wissen, dass der Lärm von jenem Ort herrührt, an dem die Jäger ein Tier gestellt haben, welches keine Anstalten macht zu fliehen. Sie findet Adonis' Körper vor, der von den Hauern des Ebers tödlich durchbohrt worden ist. In ihrem Grauen und Leid spricht die Göttin der Liebe einen Fluch über jene aus: Dass die Liebe immer schrecklich enden werde, und dass jene, die wie sie am heftigsten lieben, das größte Leid erfahren müssen. Adonis´ Körper schmilzt dahin, an seiner Stelle wächst eine rot-weiße Blume, die Venus pflückt.


Regie Sybille Fabian
Bühne Herbert Neubecker
Kostüme Michael Sieberock-Serafimowitsch

Venus Nadine Geyersbach
Adonis Alexander Gamnitzer


Fotos Matthias Kolodziej