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FRANK WEDEKIND

LULU


»Die Liebe kommt nicht über das Tier hinaus«

Dr. Schön, der reiche Chefredakteur einer Berliner Zeitung, holt die zwölfjährige Lulu aus der Gosse, schickt sie in die Schule und macht sie zu seiner Mätresse. Als er vorhat, sich standesgemäß zu verheiraten, trennt er sich von Lulu und verkuppelt sie mit einem vermögenden Freund: Medizinalrat Dr. Goll. Lulu vermählt sich mit dem sehr viel älteren senilen Mann. Als Dr. Goll herausfindet, dass sie ihn mit dem Maler Schwarz betrügt, der sie porträtieren soll, trifft ihn der Schlag. Daraufhin wird Lulu die Ehefrau des Künstlers und verhilft ihm mit ihrer Erbschaft zum Erfolg, setzt jedoch heimlich auch ihr Verhältnis mit Dr. Schön fort. Obwohl Schwarz sich an der Nase herumführen lässt, erfährt er schließlich durch Dr. Schön – der sich durch diesen Schritt endgültig von Lulu befreien möchte – von der Untreue seiner Frau. Entsetzt schneidet Schwarz sich die Kehle durch.

Die zweifache Witwe bringt nun Dr. Schön dazu, seine gutbürgerliche Verlobung zu lösen und sich mit ihr zu vermählen. Während Dr.Schön seiner Arbeit nachgeht, empfängt Lulu ihren siebenundsiebzigjährigen Vater Schigolch und ihre Verehrer: Dr. Schöns Sohn Alwa, die lesbische Gräfin Geschwitz, und den Athleten Rodrigo Quast.Sie sind der femme fatale verfallen. Als ihr Mann vorzeitig nach Hause kommt und Lulu mit seinem Sohn in flagranti ertappt, drückt er ihr einen Revolver in die Hand. Damit soll sie sich selbst das Leben nehmen. Stattdessen erschießt Lulu ihren Ehemann.

Lulu wird zu einer Haftstrafe verurteilt.
Auf diesen Augenblick hat der Marquis Casti-Piani gewartet: Der Polizeispitzel und Mädchenhändler, der weiß, wer Dr. Schön erschoss, will Lulu an ein Edelbordell in Kairo verkaufen. Zur gleichen Zeit versucht auch Rodrigo Quast, Lulu zu erpressen und verlangt für sein Schweigen Geld. Da missbraucht Lulu die Liebe der Gräfin Geschwitz und überredet die ihr hörige Lesbierin dazu, sich dem Athleten hinzugeben, damit Schigolch ihn ermorden kann.

Vor Casti-Piani flieht Lulu nach London.
Weil sie mittellos ist, geht Lulu als Hure auf die Straße. Am Ende gerät Lulu an Jack the Ripper, der zuerst die Gräfin Geschwitz und dann sie ersticht.


Inszenierung Sybille Fabian
Bühne Herbert Neubecker
Kostüme Sybille Fabian / Michael Sieberock-Serafimowitsch
Dramaturgie Oliver Held
Musikauswahl Sybille Fabian

Lulu Juliane Pempelfort
Dr.Franz Schön Michael Schmitter
Eduard Schwarz Thomas Braus
Dr. Goll / Schigolch Georg Marin
Alwa Schön Gregor Henze
Prinz Escerny / Gräfin von Geschwitz Julia Wolff
Casti-Piani Anne-Catherine Studer
Jack Marco Wohlwend
Raben / Bluthunde Ulrike Bilik, Marvin George, Christopher Luhmer, Jenifer Sasaki, Eike Suwelack, Florian Weiß, Nina Zorn


Wuppertaler Bühnen

Vorstellungstermine

Premiere 30.05.11 / Teo-Otto-Theater Remscheid

Premiere 13.05.11 / Opernhaus Wuppertal
08.06.11 / Opernhaus Wuppertal
10.06.11 / Opernhaus Wuppertal
11.06.11 / Opernhaus Wuppertal
15.06.11 / Opernhaus Wuppertal
05.07.11 / Opernhaus Wuppertal
15.07.11 / Opernhaus Wuppertal


Fotos Joachim Dette